ElitePartner – Widerruf mal anders….

Als das Internet noch laufen lernte war das Dating im Internet oft umsonst, bezahlt hat man in der Regel für besondere Premium-Funktionen oder Geschenke. Was die Zeitungsbranche eher nicht geschafft hat,  aus dem Free-User einen zahlenden Kunden zu machen, das ist eben der Dating Seiten perfekt geglückt. Die Leistung die man sich hier teilweise extrem teuer bezahlen läßt,  ist dieses wirklich oftmals nicht Wert, was sich dann aber noch so seriöse Seite wie ElitePartner es halt sein möchte erlaubt ist dreist und in keinster Weise nachvollziehbar.

Besonders Prominent wurde das jetzt in einem Beitrag von Stern-TV präsentiert. In Deutschland ist es nämlich normal das Verträge innerhalb von 14 Tagen ohne wenn und aber widerrufen werden können. Der Gesetzgeber läßt natürlich zu das ein Unternehmen welches die Ware zurück erhält bei deutlichen gebrauchspuren einen entsprechenden Wertersatz in Rechnung stellt daraf und darin hat man bei ElitePartner einen Weg gefunden doch noch aus dem Widerruf richtig Kasse zu machen. Natürlich wird der Kunde vor dem Abschluß der Mitgliedschaft darüber aufgeklärt welche Kosten auf einen zukommen, aber wenn wir uns ehrlich sind, die wenigsten werden alles genau durchgelesen haben und besonders perfekt dargestellt ist es eben auch nicht. Nach den neuen Regelungen zu Kaufabschlüssen müßten alle Kosten übersichtlich nebeneinander aufgereiht zu sehen sein, ohne das man weitere Fenster oder Seiten aufrufen muß.

Zweifelhaft sind auch die Forderungen die man von den Kunden als Wertersatz verlangt. So stellt man dem Kunden nach Ausübung des Widerrufs eine Rechnung auf in dem alle Leistungen einzeln nachberechnet werden. So verlangt man z.B. pro gelesene Nachricht 35 EUR! So kommt es in manchen Fällen vor das manch ein Kunde eine Rechnung nachträglich von mehr als 2000 eur bekommt, die dann doch Kulanterweise oft auf einen Beitrag der Kaum höher ist als eine Mitgliedschaft reduziert. Dieses muß man auch machen, denn der Kunde hat vorher eine Mitgliedschaft für 6 Monate gebucht, bei einem Monatsbeitrg von 57,90 Eur bei montlicher Zahlungsweise wären das nur 347,40 EUR. Einem Gericht zu erklären wieso man von dem Kunden als Wertersatz das 4 bis 6 Fache davon verlangt was der Kunde sonst hätte zahlen müssen wäre es wirklich schwer, denn wenn ein Kunde ein Produkt wie Fernseher an einen Händler zurück sendet, kann dieser auch nicht als Wertersatz gleich mehr verlangen als das Teil tatsächlich gekostet hat. Natürlich kann ElitePartner einen Wertersatz z.B. für ein individuell erstelltes Persönlichkeitsprofil verlangen, aber für eine seriöse Seite und einem so Sozialen Engagement wie man es auf den Seiten beschreibt sollte man auf sowas doch lieber verzichten. Was das letztendlich bringt muß ElitePartner jetzt selbst auf Facebook erleben, denn die User reagieren hier schnell und in solchen Massen, das man so ein Image-Schaden nicht mehr so einfach aus der Welt schafft. Zwar veröffentlichte man hierzu bereits eine Stellungnahme Wertersatz: Die ElitePartner-Mitgliedschaft widerrufen , diese verteidigt aber eher diese Vorgehensweise und macht alles noch schlimmer.

 

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